BWL für PKA

 Marketing Teil 3.1
Sortimentsgestaltung

   

 

Sortiment

Als Sortiment bezeichnet man alle Waren, die ein Handelsbetrieb führt/verkauft. Das Apothekensortiment lässt sich dabei in zwei große Gruppen einteilen:

Je nach Warengruppe sind die Gestaltungsmöglichkeiten für das Sortiment mehr oder weniger durch gesetzliche Bestimmungen wie z. B. die Apothekenbetriebsordnung begrenzt.

    

Arznei-
mittel

Bei den Arzneimittel unterscheidet man wiederum zwischen:

Arzneimitteln.

Die verschreibungspflichtigen Arzneimittel lassen wenig Spielraum für die Sortimentsgestaltung. Zunächst müssen die gesetzlichen Bestimmungen der ABO eingehalten werden wonach von bestimmten Arznei- und Verbandmittel der Durchschnittsbedarf einer Woche vorrätig seien muss. Ansonsten richtet sich die breite und tiefe des Warensortiments nach den Verschreibungsgewohnheiten der umliegende Ärzte beziehungsweise nach den Rezepten der Stammkunden.

Als einfach apothekenpflichtige Arzneimittel werden diejenigen Arzneimittel bezeichnet, die zwar apothekenpflichtig aber nicht rezeptpflichtig sind. Hier sind die Gestaltungsmöglichkeiten größer. Der Sortimentsbereich (Sortimentsbreite, -tiefe) ist bei diesen Waren z. B. von Saisonartikeln, Konkurrenzapotheken in der Nähe, günstigen Einkaufskonditionen, Werbeaktionen usw. abhängig.

Bei den freiverkäuflichen und den apothekenüblichen Waren ist die Beobachtung des Marktes und das Eingehen auf die Marktbedürfnisse besonders wichtig, da hier die Konkurrenz noch größer ist wie bei den apothekenpflichtigen Arzneimitteln. Entscheidende Faktoren für den Umfang des Ergänzungssortiments sind vor allem die Lage der Apotheke (Stadtzentrum, Stadtrand, Dorf, ...) und die Größe der Offizin. Ansonsten gelten hier auch die bei den apothekenpflichtigen Arzneimitteln genannten Überlegungen.

    

Sorti-
ments-
entschei-
dung

Sortimentsbreite: Anzahl der unterschiedlichen Warengruppen, die über das übliche Pflichtsortiment hinausgehen.

Sortimentstiefe: Vielfalt der unterschiedlichen Marken, Preislagen und Packungsgrößen innerhalb einer Warengruppe.

Sortimentspräsentation: Anordnung der Waren in den Regalen.

Sortimentspräsentation bzw. Warenpräsentation ist auf drei Bereich beschränkt:

  • Sichtwahl
  • Freiwahl
  • Schaufenster.

Bei den Regalen der Sicht- und Freiwahl unterscheidet man zwischen verschiedenen Regalzonen, die mehr oder weniger günstig für bestimmte Waren sind. 

Den besten Platz haben hierbei die aufeinandergestapelten Döschen weil sie sowohl in der vertikalen wie auch in der horizontalen Zoneneinteilung die Note 1 erhalten. Sicht- und Greifzone werden auch als verkaufsaktive Bereiche bezeichnet. Ganz schlecht ist der Platz links oben im Regal. 

Einteilungskriterien, wo welche Ware aufgestellt wird, sind z. B. Qualität, Preis, Packungsgröße, Menge oder Gewicht. Aber auch Artikeltypen wie Renner oder Penner können Entscheidungshilfen für die Platzierung in einem bestimmten Regalfach sein.

Die Schaufenstergestaltung sollte nicht zu überladen und stets der Jahreszeit angepasst sein. Gestaltungshilfen bekommt man in unterschiedlicher Form (Plakate, Leerpackungen, Gestaltungstipps usw.) von den Pharmagroßhändlern und -herstellern. 

  

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 Marketing Teil 3.1
Sortimentsgestaltung

   Letzte Änderung:
Freitag, 30. November 2007 18:40  

 


Hinweise und Anregungen bitte an: 
Thomas Wullengerd